Vom Kinderglück

November 30, 2018 in Allgemein, Wissen von guenther_michels

Autor: Maximilian Glätzner

Der Blick in Weltalmanach 2018 verrät, dass im Jahre 2016 in Deutschland 82.668.000 Menschen lebten. Seit 2015 schrumpft die Bevölkerung in Deutschland jährlich um etwa 0,1 %. Eine Frau in Deutschland bekommt im Durchschnitt 1,5 Kinder. Die Geburtenraten sind also im Vergleich zum Rest der Welt gering. Von 1000 Säuglingen überleben in Deutschland ziemlich genau 99,7% ihr erstes Lebensjahr. Es sind nun wieder 99,6% von diesen Kindern, die das fünfte Lebensjahr erreichen werden; die Kinder haben dann eine durchschnittliche Lebenserwartung von 82 Jahren.

Was verraten uns diese Daten nun? Sie spiegeln lediglich statistische Realitäten wieder, die vor allem im demografischen, ökonomischen und politischen Kontext interessant sind. Der Weltalmanach verrät aber nichts über die tatsächliche Realität von Geburten und den Vorgängen. Zahlen und Daten können die Erfahrung ein Kind zu bekommen nicht darstellen.  Was bedeutet es also für eine Mutter in Deutschland ein Kind zu bekommen? Das ist natürlich von Mutter zu Mutter unterschiedlich und man müsste dazu am besten mal eine Mutter in Deutschland befragen, aber gewisse Tendenzen lassen sich auch so beobachten: In Deutschland spricht man im Allgemeinen vom Kinderglück – ein Kind zu bekommen ist für die meisten werdenden Eltern ein gute Nachricht und etwas Erfüllendes im Leben.

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Zunächst mag eine Schwangerschaft vielleicht überraschen, aber sehr schnell macht sich Freude breit. Häufig wird dann zuerst der Lebenspartner informiert und dann die eigenen Eltern, die sich als werdende Großeltern natürlich auch auf ihr Enkelkind freuen. Junge Eltern beginnen jetzt damit, sich einen Namen für ihr Kind auszusuchen und beginnen damit, Baby-Sachen einzukaufen. An alles muss gedacht sein, wenn das Kind das Licht der Welt erblickt: Kleidung, Nahrung, Fläschchen für Milch, Windeln, Spielzeuge, Kuscheltiere und vieles mehr. Vielleicht beginnt man sogar ein Kinderzimmer für das Kind einzurichten, mit den passenden Möbeln versteht sich. Andere Eltern überlegen sich nun wohlmöglich auch umzuziehen und ein neues Heim für die größer werdende Familie zu suchen.

Es gibt jedenfalls eine Menge zu tun und es scheint als würden all die anderen Bestandteile des Lebens, die vorher noch so wichtig waren – zum Beispiel die eigene berufliche Karriere – in den Hintergrund treten. Alles was nun zählt, ist das Baby und die Familie. Natürlich muss die Schwangere häufiger zum Frauenarzt, um die Entwicklung des kleinen Embryos zu beobachten und zu begleiten. Für werdende Mütter gibt es wahrscheinlich keine schlimmere Sorge, als die, dass es dem Kind im Bauch nicht gut geht, doch in den meisten Fällen verläuft eine Schwangerschaft ohne ernste Komplikationen. Es kommt der Zeitpunkt, an dem die neun Monate Schwangerschaft zu Ende gehen. Nicht selten werden Kurse besucht, um den Umgang mit einem Säugling zu lernen und zu üben. Andere lesen Bücher über Babys und Erziehung im frühkindlichen Alter und wieder andere fragen ihre eigenen Eltern um Rat, was man bei einem Neugeborenen alles beachten muss.

Schließlich bekommt man einen Termin für die Geburt und wird sich früher oder später in ein Krankenhaus begeben – natürlich gibt es auch hier Ausnahmen wie zum Beispiel ein Geburtshaus oder die Option von einer Hebamme unterstützt, das Kind zu Hause zu bekommen. Im Krankenhaus wird man intensivmedizinisch betreut und es stehen eine Reihe medizinischer Optionen zur Verfügung – sollte es Grund zu Annahme geben, dass Handlungsbedarf besteht: Liegt das Baby in der richtigen Position? Sollte gegebenenfalls ein Kaiserschnitt durchgeführt werden? Sollte man die Geburt mittels Medikamenten früher als geplant einleiten oder sogar hinauszögern? Natürlich kann es trotzdem Komplikationen geben. In seltenen Fällen hat das Neugeborene noch nicht die Fähigkeit eigenständig zu leben und muss in einen Inkubator und künstlich beatmet und ernährt werden. Für die Eltern ist das sicherlich nicht schön und mit Ängsten verbunden, doch ein Team von Ärzten und Pflegern helfen den Eltern dabei die Situation zu meistern.

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Die eingangs genannten Zahlen geben aber die medizinische Realität ziemlich authentisch wieder: In den seltensten Fällen gibt es Komplikationen und in den meisten Fällen können die Eltern ihr Kind schon bald zu Hause willkommen heißen.  Spätestens dann sollte der Name des Kindes feststehen, wenn man Dankeskarten schreibt für die etlichen Glückwünsche von Verwandten, Freunden und Bekannten. Das Kinderglück ist nun perfekt. Auch wenn mit Kindern und deren Heranwachsen immer auch Sorgen und Probleme verbunden sind, gibt es wenige Eltern, die es bereuen, ein Kind bekommen zu haben. Sich über Kinder zu freuen, mag hier in Deutschland selbstverständlich erscheinen und über mögliche Komplikationen sind wir uns hier zulande häufig nicht im Klaren. Die Realität von Schwangerschaften und Geburten sehen aber in anderen Gegenden des Planeten gänzlich anders aus. Als Beispiel soll uns hier Ghana dienen, da ich selbst im Sommer 2017 in Ghana war und wir mit der NGO Healthcare Information Technologies for Africa e.V., kurz HITA e.V, einen Schwerpunkt unserer Arbeit in Ghana haben.

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2016 lebten in Ghana 28.207.000 Menschen. Die Bevölkerung wächst jährlich um 2%. Das liegt vor allem an den hohen Geburtenraten in Ghana: Eine ghanaische Frau bringt im Schnitt 4,1 Kinder zur Welt. Große Unterschiede gibt es auf der anderen Seite aber auch wiederum bei den Sterblichkeitsraten. Von den neugeborenen Kindern werden nur 95,7% das erste Lebensjahr vollenden. Von diesen 95,7% werden weitere 6,2% keine vier Jahre alt. In Zahlen sind das über 56.000 Kinder jährlich in Ghana, die noch vor Vollendung ihres fünften Lebensjahres sterben. Doch selbst die Kinder in Ghana, die älter als vier Jahre werden, haben nur eine Lebenserwartung von 61 Jahren. Das sind über 20 Jahre weniger als die Lebenserwartung in Deutschland oder anderen Industrienationen beträgt. Diese zahlen lassen die ökonomische und medizinische Realität Ghanas erahnen. Das Land ist in weiten teilen immer noch von Armut geprägt und die uns bekannte medizinische Infrastruktur gibt es nur für die Privilegierten in den Großstädten. Ghanaer, die in den ländlichen Randregionen Ghanas leben (wie zum Beispiel in Ost-Ghana, wo wir als HITA e.V aktiv sind) werden nicht selten nie in ihrem Leben einen Arzt zu Gesicht bekommen. Tatsächlich gibt es in sehr vielen Gebieten einen massiven Ärztemangel, vom Mangel an Medikamenten und sonstiger Ausrüstung ganz zu schweigen. Fast das gesamte Gesundheitswesen in diesen Gegenden basiert auf nicht-ärztlichem medizinischen Personal: Krankenschwestern, Krankenpflegern und Hebammen.

Die hygienische Situation in den „Health Center“ vor Ort – das sind Krankenstationen und Arbeitsplätze der Krankenschwestern und Hebammen – ist aufgrund der mangelhaften Ausrüstung häufig katastrophal, die Infektionsrate entsprechend hoch. Gerade in der Geburtenmedizin kommt es so zu vielen tödlich verlaufenden Infektionen bei den Müttern. Es gibt keine Inkubatoren oder Beatmungsmasken für Säuglinge: Kommt ein Kind zu früh, stirbt es häufig ohne die Chance auf angemessene medizinische Versorgung. Untersuchungen während der Schwangerschaft gibt es auch viel zu selten und die Qualität dieser Untersuchungen ist mangelhaft: Komplikationen können also nicht rechtzeitig erkannt werden. Da es auch keine ausgebildeten Fachärzte gibt, kann auch nicht angemessen auf Komplikationen reagiert werden. Doch was bedeutet all das für die Menschen vor Ort? Was bedeutet das für die einzelne ghanaische Mutter, die sich über all die genannten Zahlen keine Gedanken macht und nur ihr Kind gesund auf die Welt bringen möchte? Auch diese Frage kann ich natürlich nicht wirklich beantworten, aber ich erinnere mich noch sehr gut an die schwangere Frau aus einem Health Center etwa 20 Minuten von der ost-ghanaischen Stadt Ho entfernt.

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Auch in diesem Health Care Center gibt es eine Entbindungsstation. In einem heruntergekommenen Gebäude befinden sich drei Räume, die durch Tücher voneinander abgetrennt sind. In einem dieser Räume befindet sich ein kalter Tisch aus Edelmetall, der ein bisschen an einen Seziertisch erinnert. Auf diesem Tisch lag die hochschwangere Frau, halbnackt nur in Tücher gewickelt. Es befand sich keine Decke oder Matratze auf dem Tisch. Sie war sehr aufgeregt und sehr ängstlich. Freude in ihrem Gesicht konnte ich nicht erkennen, reden wollte sie auch nicht. Sie wird sich viele Gedanken und Sorgen gemacht haben. Wahrscheinlich hat sie sich gefragt: „Was passiert, wenn etwas schief geht und mein Kind Hilfe braucht? Was passiert, wenn ich sterbe und mein Kind ohne Mutter aufwachsen muss? Was, wenn mein Kind nicht gesund auf die Welt kommt, wie werde ich ihm helfen können? Wie werde ich das Kind überhaupt ernähren?“

Die Hebamme und Krankenschwestern konnten sie natürlich auch nicht wirklich beruhigen, sie wissen ja selber, dass eine Geburt in diesen Gegenden Ghanas sehr gefährlich ist. Die Säuglingssterblichkeitsrate ist in den ländlichen Gebieten Ghanas selbstverständlich deutlich höher als zum Beispiel in der Hauptstadt Accra. Ob das Kind richtig herum lag und gesund war, wusste zu diesem Zeitpunkt niemand. Wie die Geburt ausgegangen ist und, ob das Kind gesund auf die Welt gekommen ist und auch die Mutter überlebt hat, weiß ich nicht. Nach einer erfolgreichen Geburt wäre sie jedenfalls in das kleine Nachbarzimmer gekommen, um auf einem der fünf Betten die nächsten Tage zu verbringen – in der Hoffnung sich nicht mit einer Infektion anzustecken oder stärkere Blutungen zu bekommen. Fest steht jedenfalls, dass eine ghanaische Mutter selten nur ein Kind bekommt. Das Risiko während einer Geburt zu sterben, ist also entsprechend hoch.

Hier in Deutschland wird zwar von Kinderglück gesprochen, in Ghana ist die Realität für die Menschen leider zu oft eher ein Unglück. Die Eltern in Ghana lieben ihre Kinder natürlich trotzdem und erfreuen sich an ihnen. Was für uns aber völlig trivial erscheinen mag, ist an anderen Orten dieser Welt ein Privileg. Wir von HITA e.V  wollen das ändern, wir wollen, dass Kinder zu  bekommen für die Menschen in Ghana und in anderen afrikanischen Ländern auch ein großes Glück darstellt. Dazu versuchen wir das Gesundheitswesen nachhaltig zu verbessern und setzen dabei auf IT-Strukturen. Informieren Sie sich über unsere Arbeit und unterstützen Sie uns!


WIR SUCHEN DURCHGEHEND NACH NEUEN MITGLIEDERN UND SIND AUF EUREN SUPPORT UND FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG ANGEWIESEN, UM UNSERE PROJEKTE UMSETZEN ZU KÖNNEN.


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Neue Crowdfunding Kampagne gestartet

September 24, 2018 in Allgemein, NGO, Projekte, Verein von guenther_michels

Crowdfunding

crowdfunding-3158320_1280Wir haben für unseren Verein eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform WeCanHelp eingerichtet. Es gibt dort außerdem die Möglichkeit bei 1719 Onlineshops von Unternehmen einzukaufen und dadurch ohne Aufpreis einen Prozentsatz der Einkaufssumme an HITA zu spenden. Zusätzlich bietet uns WeCanHelp die Option kleine Spenden von 5 Euro per CHARITY-SMS anzunehmen. Die Plattform WeCanHelp unterstütz auf diese innovative Weise 11142 weitere soziale und gemeinnützige Einrichtungen, Vereine und Institutionen. Der Spendenbeitrag wird zu 100 % weiter gereicht. Akzeptiert werden die Zahlungsmethoden “Sofort”, “Sepa Lastschrift”, “PayPal”, “MasterCard” und “Visa”. Es ist keine Registrierung notwendig. Weitere Infos auf unserer Profilseite bei WeCanHelp: https://www.wecanhelp.de/478467002/spendenprojekt. Die Seite für eine direkte Geldspende an die Crowdfunding-Kampagne sieht wie folgt aus, durch klicken auf das Bild kommt man zur verlinkten Webseite.

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WeCanHelp unterstützt HITA e.V. zusätzlich und erhöht jede erste Abbuchung einer Dauerspende zwischen 10 € und 250 € mit Unterstütung der Stiftung Bildungsspender um 10% !!!

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Teilnahmebedingungen für die Erhöhung: WeCanHelp erhöht jede erste Abbuchung einer Dauerspende zwischen 10 und 250 Euro um 10%. Beispiel: Auf die erste Abbuchung einer Spende über 100 Euro packt WeCanHelp 10 Euro oben drauf. Dauerspenden werden monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich per Lastschrift eingezogen und können jederzeit beendet werden. Spender kann jede Privatperson oder Firma sein. Die Aktion wird von der Stiftung Bildungsspender unterstützt. Weitere Details bei WeCanHelp.

Einschränkungen für die Erhöhung: Dauerspenden von einer Privatperson oder Firma an dieselbe Einrichtung werden einmalig höchstens um 25 Euro aufgestockt, auch wenn höhere Spenden in mehrere Einzelspenden aufgeteilt werden. Gemeinnützige Einrichtungen sind als Spender ausgeschlossen.


Mit einer CHARITY SMS helfen!

Charity_SMSEs gibt bei WeCanHelp die Möglichkeit eine kleine Spende per Charity SMS zu senden. Senden Sie hierzu eine SMS mit dem Inhalt GIB5 478467002 an die Nummer 81190 um den HITA e.V. mit einem Beitrag von 5 Euro zu unterstützen. Die Kosten betragen 5,17 Euro zzgl. Ihrer Tarifkosten für SMS. WeCanHelp erhebt keine eigene Gebühr, sondern reicht den erhaltenen Betrag zu 100 % weiter. Weitere Infos [hier].

Spenden durch Onlineshopping!

September 23, 2018 in Allgemein, NGO, Projekte, Verein von guenther_michels

Durch Onlineeinkäufe einfach und ohne Zusatzkosten unterstützen!

Bei der Spendenplattform WeCanHelp führen wir unser Crowdfunding Konto, außerdem kann man über die Plattform auch Beiträge per Charity-SMS versenden. Eine weitere innovative Idee von WeCanHelp ist die Möglichkeit, durch den eigenen Einkauf im Internet simpel und ohne zusätzliche Kosten spenden zu können. WeCanHelp hat mittlerweile 1719 Onlineshops von Unternehmen, Agenturen und Portalen. Darunter sind viele bekannte und häufig genutzte Anbieter – sicherlich auch welche, bei denen Sie hin und wieder einkaufen. Beispielsweise gehören Conrad, Die Bahn, Bonprix, Media Markt, Bücher.de, Tripadvisor, Tchibo, Otto, Ebay, Expedia, Ikea, Booking.com, Lufthansa, Verivox, Viking oder C&A zum Sortiment. Für den Einkäufer entstehen keine Mehrkosten. Die jeweiligen Unternehmen zahlen einen Prozentsatz der Einkaufssumme als Spendenbeitrag über WeCanHelp an HITA. Insgesamt sind bei der Plattform 11142 weitere soziale Einrichtungen, Vereine und gemeinnützige Organisationen eingetragen und es wurden bereits über 7,41 Mio. € gesammelt.


Wie das Ganze funktioniert:

Auf unserer Profilseite bei WeCanHelp gibt es die Möglichkeit direkt zu spenden, das Hauptfeld liegt aber in der Vernetzung mit verschiedenen Unternehmen, die Onlineshopping anbieten. Die Zahl der teilnehmenden Anbieter ist steigend. Klickt man nun auf den Einkaufskorb rechts oben im Bild mit der Bezeichnung “Mit Einkauf helfen”, kommt man auf die unten abgebildete Seite. Das angezeigte Foto ist ebenfalls mit der Seite verlinkt. HIer findet man die am häufigst genutzen Angebote und kann nach weiteren suchen. Es sind wirklich sehr viele vertreten, schauen Sie auf dieser Seite zunächst nach, bevor Sie ein Produkt bei einem Anbieter online erwerben. Für Sie fallen keine zusätzlichen Kosten an und bis auf die zusätzlichen Klicks entsteht kein Mehraufwand. Beispielsweise durch eine Buchung von Bahntickes, Hotelzimmern oder einer Flugreisen, durch den Einkauf von Büchern, Blumen, Kleidung, Möbeln, Bürobedarf oder Elektrogeräten, gehen Spendengelder an HITA. Also sollten Sie ohnehin vorhaben, bei einem der Anbieter einzukaufen, machen Sie es über WeCanHelp, tun Sie etwas Gutes dadurch und helfen Sie uns damit, unsere Projekte umsetzen zu können. Hat man einen Shop gefunden, gelangt man auf die jeweilige Beschreibungsseite von WeCanHelp, auf der die Abläufe erklärt werden und wie hoch der Spendenanteil ist. >>> Link: https://www.wecanhelp.de/478467002/websearch

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Informationen zur Gutschriftshöhe: Die ausgewiesene Gutschriftshöhe erhält komplett Healthcare Information Technologies for Africa e.V.. Dies entspricht einem Anteil von 90% der Gesamtgutschrift, die wir vom Shop erhalten. 10% verbleiben bei uns zur Kostendeckung. Ausgenommen hiervon sind in wenigen Fällen Warenkorbestandteile, die wir laut Weisung des Shops nicht weitergeben dürfen. Wir sind bemüht, die angegebenen Werte stets aktuell zu halten. Trotzdem lässt sich hieraus keine Verbindlichkeit ableiten. Entscheidend ist allein die tatsächliche Gutschriftshöhe, die wir vom Shop erhalten.


Kleine Auswahl an häufig genutzen Anbietern:

Das gesamte Sortiment an 1719 Anbietern, über die man für den HITA e.V. spenden kann, finden sich auf der Webseite: https://www.wecanhelp.de/478467002/shopsearch. Wir haben hier eine kleine Auswahl an häufig genutzen Anbietern bereits verlinkt. Beim Anklicken auf die aufgeführten Logos gelangt man zur jeweiligen Seite bei WeCanHelp mit den ausführlichen Informationen.

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Zahlungsmethoden:

ZahlungsmittelDer Spendenbeitrag wird zu 100 % weiter gereicht. Akzeptiert werden die Zahlungsmethoden “Sofort”, “Sepa Lastschrift”, “PayPal”, “MasterCard” und “Visa”. Es ist keine Registrierung notwendig !


Mit einer CHARITY SMS helfen!

Charity_SMSEs gibt bei WeCanHelp die Möglichkeit eine kleine Spende per Charity SMS zu verschicken. Senden Sie hierzu eine SMS mit dem Inhalt GIB5 478467002 an die Nummer 81190 um den HITA e.V. mit einem Beitrag von 5 Euro zu unterstützen. Die Kosten betragen 5,17 Euro zzgl. Ihrer Tarifkosten für SMS. WeCanHelp erhebt keine eigene Gebühr, sondern reicht den erhaltenen Betrag zu 100 % weiter. Weitere Infos [hier].

Afrikas erstes Campus W-LAN

Januar 31, 2018 in Allgemein, Ghana, Projekte von guenther_michels

Unterzeichnung des Memorandum of Understanding (MoU) mit SONAM 2017

Unterzeichnung des Memorandum of Understanding (MoU) mit SONAM im Jahr 2017

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Sponsoren, liebe Förderer und liebe Spender, aber auch liebe Interessierte und Neugierige,

erst einmal vielen Dank an alle, die sich aktiv, passiv oder mit einer Spende an dieser Aktion beteiligen bzw. schon beteiligt haben. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir senden am 18. Februar unseren ersten Container mit medizinischen Hilfsgütern, zwei kompletten Computerlabs und einem kompletten Campus W-LAN nach Ho in Ghana. Von Krankenhausbetten über Einrichtungsgegenständen, von Ultraschallgeräten über Fieberthermometer, von Verbandsmaterialien bis hin zum Blutzuckermessgerät haben wir schon unzählige Spenden erhalten. Vielen Dank dafür!

Krankenzimmer in einer Geburtsklinik (Bettwäsche gibt es nicht)

Krankenzimmer in einer Geburtsklinik in der Region Ho in Ghana (Bettwäsche gibt es nicht)

Auch im Bereich unserer eigentlichen Zielsetzung, nämlich der Verbesserung der Ausbildung von Krankenschwestern und Hebammen sind wir einen großen Schritt weiter. Mit mehr als 90 Rechnern können wir nun zwei Computer Labs aber auch einige zusätzliche Stellen an der Universität Ho ausstatten. Auch dafür herzlichen Dank!

Patientenaktenablage in einer Geburtsklinik in der Region Ho in Ghana

Patientenaktenablage in einer Geburtsklinik in der Region Ho in Ghana

Thomas Erkert hat darüber hinaus von seiner Vorbereitungsreise nach Ghana Lehrbücher mitgebracht, die wir nun – nachdem die rechtliche Situation zu unseren Gunsten geklärt ist, einscannen werden, um so den Studentinnen und Studenten die Möglichkeit zu bieten, über das erste Campus-WLAN Afrikas über ihre Mobiltelefone  auf eine elektronische Bibliothek zugreifen zu können. So trägt HITA dazu bei, dem Mangel an Lehrbüchern zu begegnen.

Vollständige Pressemittleilung:  Spendenaktion und erstes Campus WLAN Afrikas  ( Download: PDF  /  Word )

Krankenhausapotheke

Krankenhausapotheke in einer Geburtsklinik in der Region Ho in Ghana

Wenn Ihnen unsere Aktivitäten gefallen und Sie unsere Ideen unterstützen wollen, dann haben Sie jetzt noch Gelegenheit dazu. Bitte spenden Sie uns Rechner, Laptops, medizinische Geräte oder unterstützen Sie uns finanziell. Wir freuen uns über Ihre Hilfe!

>>>  Informationen zur Mitgliedschaft mit Onlineformular: http://www.hita-ev.org/?page_id=683

>>>  Informationen zu Sachspenden mit Onlineformular: http://www.hita-ev.org/?page_id=632

>>>  Informationen zu Geldspenden mit Kontodaten: http://www.hita-ev.org/?page_id=635

Ihr HITA e.V.  Vorstand,

Thomas Erkert, Günther Michels, Daniel Schleßmann

Weihnachtsgrüße und Containerverschiffung

Dezember 21, 2017 in Allgemein, Projekte, Verein von guenther_michels

Ein Weihnachtsgeschenk in Großversion

„Heathcare Information Technology for Africa e.V.“ (HITA) bedankt sich bei allen Mitgliedern, Freunde und Unterstützer in diesem Jahr, sucht neue Mitwirkende und berichtet über die anstehende Containerverschiffung von hochwertigen medizinischen Geräten und Computern nach Tema in Ghana.

Die Verschiffung unseres ersten 40 Fuß Containers voller medizinischer Hilfsmittel und Computer steht am 17. Februar 2018 an, hier sind wir besonders stolz darauf, in einem derartigen Umfang wirksam sein zu können! Die Vorbereitungen sind natürlich bereits in vollem Gange und wir benötigen gerade jetzt Ihre Unterstützung, beispielsweise kann eine Mitgliedschaft bei HITA ein prima Weihnachtsgeschenk sein und dient einem guten Zweck.

Nach einer ausgiebigen Ghana-Reise von Vorsitzendem Thomas Erkert und HITA Experten Karsten Gareis im März 2017, konnten wir neue Partnerschaften mit der School of Nursing and Midwifery (SONAM) und der Universität in Ho in der Volta Region schließen. Dort werden nächstes Jahr Campus WLANs (Wireless Local Area Network) eingerichtet, also Funkzonen auf dem Universitätsgelände, in denen die Studenten per Smartphone, Tablet oder WLAN-fähigem Laptop auf das Internet zugreifen können. Außerdem wurden fünf Healthcare Center im Großraum Ho aufgesucht, um Bedarfsanalysen zu fehlendem medizinischen Equipment durchzuführen. Diese wurden mit Ärzten und Beteiligten ausführlich bearbeitet und verifiziert, entsprechend dieser Auswertungen konnten wir im Anschluss die Zusammenstellung unserer aktuellen Spendenaktion entwerfen. Zusätzlich stellen die gesammelten Daten die Grundlage für die Installation der Technik und den Aufbau der geplanten WLANs durch die HITA-Fachinformatiker Leonhard Dittmann und Shaun Beason im kommenden Frühling dar. Das Konzept mit den Intranets und WLANs ist eine innovative Idee, fast jeder verfügt dort zumindest über ein billiges aber mit allen Grundfunktionen ausgestattetes Smartphone. Oft fehlt es aber weit an jeglicher Infrastruktur, um derartige Systeme überhaupt einrichten zu können. HITA hilft und baut auf, wie und wo es eben nötig ist und dies bereits seit August 2011. Es ist aber abhängig von unserem Budget, ich welchem Ausmaß wir tätig sein können.

Professionelle Entwicklungshilfe in Ghana heißt für uns: HITA besteht aus einem Netzwerk an Akademikern, Professionellen, Experten und vielen Menschen, die uns einfach unterstützen wollen. Wir kennen durch unsere jahrzehntelange Präsenz vor Ort die vorherrschenden Probleme und waren 2010 Preisträger bei der Auszeichnung „Deutschland – Land der Ideen“. Wir arbeiten mit dem Ministerium in Ghana und mit Universitäten und Fachschulen in Deutschland und vor Ort zusammen, um Bedarfe zu erkennen und dementsprechend darauf reagieren zu können. Wir führen gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort genau deshalb explorative Studien durch, um diese Bedarfe verifizieren zu können. Darüber hinaus führen wir Experteninterviews und empirische Befragungen durch, um unsere Hypothesen zu überprüfen bzw. Bedarfslagen zu erkennen. Im nächsten Schritt erarbeiten wir Lösungsvorschläge, die wir mit unseren Partnern in Ghana erproben und entsprechend anpassen. Unser Hauptziel ist das “enabling” unserer Partner vor Ort!

Wir suchen verstärkt weitere Mitwirkende und Unterstützung jeglicher Art: Geholfen werden kann auf vielseitige Weise, wir sind für die Umsetzung der Projekte auf Spendengelder angewiesen. Eine Mitgliedschaft ist eine kleine Jahressumme, hilft aber in der Gesamtzahl ungemein, um längerfristig planen zu können. Außerdem sind derartige Zuwendungen steuerlich absetzbar. Eine Mitgliedschaft kann man auch an jemanden verschenken.

In der aktuellen Spendenaktion werden hochwertige medizinische Hilfsmittel und Computer aus Deutschland nach Tema geschickt und dort an die Partnerinstitutionen von HITA verteilt. Damit auch alles wie geplant in die richtigen Hände gelangt, wenn der Container ankommt und die Einrichtung der Geräte und Systeme gewährleistet ist, werden HITA-Mitglieder bei der Verteilung und der Installation vor Ort sein. Wir organisieren eine Reise im März 2018 und bis dahin ist noch extrem viel zu tun. Helfen Sie uns dabei, mit einer Spende (http://www.hita-ev.org/?page_id=632), einer Mitgliedschaft (http://www.hita-ev.org/?page_id=683) oder mit Ihrer aktiven Unterstützung.

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2018!

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Dezember 7, 2017 in Allgemein, Wissen von guenther_michels

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Imageflyer: Neue HITA Infobroschüre

August 7, 2017 in Allgemein, Projekte, Verein von guenther_michels

Informationstechnologien im Gesundheitswesen sich entwickelnder Länder?“  wird mancher denken. Informationstechnologien in Ländern etablieren zu wollen, in denen sogar die Stromversorgung teilweise fehlt, hört sich tatsächlich nach einem geradezu absurden Vorhaben an. Und dennoch könnte genau diese Idee helfen, das Gesundheitswesen in Afrika zu verbessern. Unser Interesse gilt der Frage, wie man mit „adäquaten“ Technologien die Gesundheitsversorgung in sich entwickelnden Ländern unterstützen kann.

Grundlage dafür ist, dass die großen Telekommunikationsanbieter Länder wie Ghana inzwischen mit modernster Mobilfunktechnik ausgestattet haben, die eine Vielzahl von potentiellen Anwendungen ermöglicht. Mobilfunkschneisen sind nun auch in ländlichen Gegenden vergleichsweise schnell zu erreichen. Darauf aufbauend haben wir den Verein „HITA – Healthcare IT for Africa“ gegründet. Er soll in mehreren Schritten einen Beitrag zur Aus- und Fortbildung des Pflegepersonals und zur medizinischen Versorgung liefern.

Dabei erwächst unsere Motivation aus unserem Sinn für Chancengleichheit mit einem Schwerpunkt auf der Stärkung von Eigenverantwortlichkeit. Wir verschenken keine Almosen, sondern sehen unsere Rolle in der Ermöglichung selbstbestimmten Lernens und patientenorientierten Arbeitens. Am 5. Juli ging unser neuer Imageflyer mit dem vollständigen Text in den Druck und wurde sogleich am Konferenztag beim Johner Institut in Konstanz verteilt. Der Flyer steht für Vermittlungen, Unterstützungen und weiterführende Informierungen zum freien Download zur Verfügung.

>>>  IMAGEFLYER DOWNLOAD

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Die universelle Geschichte: Lernen aus der Vergangenheit

März 1, 2017 in Allgemein, Ghana, Wissen von guenther_michels

Autor: Maximilian Glätzner  (HITA Experte – Kontakt: maximilian.glaetzner@hita-ev.org)

“Those who cannot remember the past are condemned to repeat it“; diese Worte stammen von George Santayana, einem us-amerikanischen Philosophen und Schriftsteller. Unabhängig davon, was Santayana damit eigentlich ausdrücken wollte, dient das Zitat häufig als Warnung vor einer Wiederholung der Geschichte. Viele glauben, die Geschichte wäre ein sich wiederholender Zyklus. Das stimmt so aber nicht; die Geschichte wiederholt sich natürlich nicht. Wenn sich die Geschichte wiederholen würde, dann könnten wir mit Sicherheit sagen, was morgen oder in Zehen Jahren auf uns zukommt. Dem ist aber nicht so; niemand kennt die Zukunft, immer wieder passieren Dinge, die uns überraschen. Mitnichten hat die Geschichte einen Wiederholungscharakter, aber sie hat einen universellen Charakter: In historischen Prozessen lassen sich Muster erkennen und wir können historische Prozesse auf die heutige Zeit übertragen. Wir können das aus einem Grund: Die Geschichte wird durch Menschen gemacht und die Menschen haben sich in ihrem Wesen und ihren Grundzügen nicht verändert. Folglich sind die Grundzüge und Strukturen innerhalb der Geschichte immer dieselben gewesen. Diese Erkenntnis bietet natürlich Raum für Resignation. Wir müssen nämlich begreifen, dass obwohl die Zeit fortschreitet und wir Fortschritt erleben, die Menschen doch immer noch mit den selben Problemen kämpfen. In Geschichtsfatalismus zu verfallen wäre jedoch der falsche Weg. Es ist wichtig sich bewusst zu machen,  dass die Möglichkeit historische Prozesse auf die heutige Zeit übertragen zu können auch die Möglichkeit bietet aus der Geschichte zu lernen. Vielleicht kann man das eingangs erwähnte Zitat von George Santayana umformulieren: „Wer die Geschichte nicht kennt bzw. verkennt, kann nicht aus ihr lernen.“. Nun handelt es sich dabei nicht bloß um eine philosophisch metaphysische Erkenntnis. Diese Erkenntnis lässt sich auch praktisch anwenden. Ich möchte dies anhand der medizinischen Situation in Ghana verdeutlichen.

Vorweg sollte man feststellen, dass jeder nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung eine medizinische Entwicklung vorausgehen sollte. Kein Staat wird sich auf lange Sicht positiv entwickeln können, wenn ein Großteil der Bevölkerung, bedingt durch Krankheit und schlechter medizinischer Versorgung, nur eine geringe Lebenserwartung hat. Das Gesundheitssystem in einem Staat zu verbessern hat also nicht nur positive Folgen für die Bevölkerung an sich, vielmehr wird so dem gesamten Staat bei seiner Entwicklung geholfen.

Obwohl Ghana ökonomisch und politisch besser aufgestellt ist als viele andere afrikanische Staaten, sterben auch in Ghana immer noch viele Menschen an Krankheiten, die eigentlich heilbar wären. Schuld dabei trägt ein unzureichendes Gesundheitssystem. Die positive Entwicklung der ghanaischen Wirtschaft in den letzten Jahren führte zur Landflucht und damit auch zu Ballungszentren. Die Menschen verlassen die schlecht angebundenen ländlichen Regionen und ziehen in die Städte, die in Folge unnatürlich schnell wachsen. Die wichtigen Infrastrukturen, also die Abwassersysteme, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und eine funktionierende Müllentsorgung, wachsen aber nicht mit gleicher Geschwindigkeit mit. Die Folgen wurden bereits erwähnt: Infektionskrankheiten wie Cholera und Typhus breiten sich aus und enden vor allem für Kinder häufig tödlich.

Exakt diese Beschreibung trifft auch auf Europa in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu. Im Zuge der Industrialisierung kam es auch in Europa zur Landflucht und somit zu Ballungszentren, in denen sich Infektionskrankheiten ungehindert -medizinische Infrastruktur fehlte nämlich auch hier- ausbreiten konnte. Opfer waren selbstverständlich die Schwachen aus den unteren sozialen Schichten. Wir können problemlos die damaligen europäischen Prozesse auf die Situation in Ghana übertragen, eben weil die Geschichte einen universellen Charakter hat. Es bleibt also die wichtige Frage, wie die damaligen Probleme gelöst wurden und wie man den katastrophalen Verhältnissen entgegengewirkt hat.

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Um diesen Problemen Herr zu werden, war ein langer Prozess notwendig, der die westliche Schulmedizin zu dem machte, was sie heute ist. Im Mittelalter war die Medizin von der Vorstellung geprägt, die Gesundheit des Menschen wäre von lediglich vier Säften im menschlichen Körper abhängig (Humoralpathologie bzw. Vier-Säfte Lehre). Es wurde angenommen, dass man diese vier Säfte im Gleichgewicht halten müsse, weil sonst Krankheit entstehen würde. Es kam so zu völlig abstrusen Behandlungsmethoden wie dem Aderlass, der nicht selten zum Tod des Patienten führte. Häufig wurden diese medizinischen Annahmen noch mit der Astrologie oder anderen religiösen Vorstellungen in Verbindung gebracht. Es versteht sich von selbst, dass die Medizin von damals nur wenig zum Gemeinschaftswohl beigetragen hat. Mit der Aufklärung entwickelten sich nicht nur die modernen Naturwissenschaften, auch die Medizin wurde fortan naturwissenschaftlich betrieben und moderne Paradigmen setzen sich durch. Das Zeitalter der Industrialisierung, das aus medizinischer Sicht – wie bereits erwähnt- von Infektionskrankheiten geprägt wurde, führte zur Erforschung der selbigen: Man entdeckte die Mikroorganismen und die Bakteriologie setzte sich durch. Das war der entscheidende Meilenstein für die europäische Schulmedizin. Nun war bekannt, dass es nicht etwa die schlechte Luft war, die krank machte, sondern kleinste Organismen. Nach und nach wurde man sich der Bedeutung von Hygiene bewusst. Abwassersysteme wurden errichtet, die medizinische Infrastruktur im Allgemeinen ausgebaut, Gesundheitsämter gegründet und als die Ärzte angefangen haben sich vor operativen Eingriffen nur die Hände zu waschen, stiegen die Erfolge bei Behandlungen signifikant. Später entwickelte man auch Desinfektionsmittel und Antibiotika und nach dem Ersten Weltkrieg spielten Infektionskrankheiten keine so große Rolle mehr in Europa. Hätte man das Wissen über die Bedeutung von Hygiene (sowohl in den Städten, als auch in den Krankenhäusern bzw. Lazaretten)  einige Jahrzehnte früher zur Verfügung gehabt, wären Millionen Menschen nicht gestorben.

Es sind eben auch diese, eigentlich banalen, Erkenntnisse, die helfen könnten die medizinische Situation in Ghana deutlich zu verbessern und sämtlichen Infektionskrankheiten wirksam und präventiv entgegenzuwirken. Vor allem handelt es sich nicht um schwer zu begreifende medizinische Sachverhalte, es sind relativ einfach zu verstehende Inhalte, die man auch sehr gut über Kommunikationssysteme, also zum Beispiel über Mobilfunktelefone, verbreiten könnte. Man stelle sich nur einmal vor, dass das medizinische Personal in Ghana mit Hilfe eines Mobilfunktelefons eine Checkliste mit den wichtigsten Hygieneanforderungen im medizinischen Bereich durchgehen kann. Das Wissen über Hygiene könnte auf diese Weise auch die nördlichen schlechter angebunden Gebiete Ghanas erreichen, ohne, dass dort studierte Ärzte praktizieren müssen.

Schlussendlich bleibt nur zu betonen, dass dieser Artikel auf keinen Fall eine exakte Handlungsanweisung bietet, was zu tun ist. Es sollte aber deutlich werden, dass wir die europäische Geschichte und die europäischen Entwicklungen (v.a. im medizinischen Bereich) ohne größere Probleme auch auf afrikanische Länder übertragen und von ihnen lernen können. Die Geschichte ist eben universell.

von Maximilian Glätzner  (HITA Experte – Kontakt: maximilian.glaetzner@hita-ev.org)

Vereinfachte Anmeldung

Dezember 29, 2016 in Allgemein, Verein von guenther_michels

Bis vor Kurzem war es noch möglich, HITA über eine Crowdfunding-Plattform zu unterstützen. Spenden und Mitgliedschaften wurden über dieses Portal geregelt. Wir haben diesen Zugang jedoch gekündigt, weil bei einer Weiterführung zu hohe unnötige Kosten enstehen würden. Der Spenden-Button und die Klick-Aktionen waren sicherlich ein interessantes Instrument in der Webseitenlandschaft, jedoch möchen wir unser Budget für Projekte in Ghana investieren und nicht für Crowdfunding-Unternehmen. Das Anmeldeforumlar für den HITA e.V. finden Sie in alter Manier als PDF hier. Die jährlichen Mitgliedsbeiträge belaufen sich auf 60 Euro für Vollmitglieder, 30 Euro ermäßigter Beitrag und 250 Euro für Unternehmen und Organisationen.

Senden Sie uns den ausgefüllten Antrag zur Mitgliedschaft bei HITA e.V. per Email an anmeldung@hita-ev.org, als Fax an 0700 69 71 26 49 oder per Post an:

Healthcare IT for Africa e.V. (HITA e.V.)
c/o Institut für IT im Gesundheitswesen
Reichenaustr. 1
78467 Konstanz

Weiterhin erreichen Sie uns für Fragen zu unserem Verein, den einzelnen Projekten oder Ansprechpartnern vor Ort in Ghana per Email. Wir freuen uns auch über die Zusendung von neuen Ideen und Konzepten oder der Bereitschaft bei unseren Vorhaben selbst aktiv mitzuwirken. Schicken Sie uns hierzu eine Nachricht an info@hita-ev.org.

„Afishia Pa“ – Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr !

Dezember 25, 2016 in Allgemein, Ghana, Verein von guenther_michels

Wir von HITA wünschen Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Im Namen aller Mitglieder wollen wir uns für Ihre Unterstützung bedanken und hoffen darauf, dass Sie das auch in den nächsten Jahren tun (mit einer Mitgliedschaft oder einer Spende, mit hilfreichem Weitersagen im Umfeld, Informierung anderer über unseren Verein und unsere Projekte, über Partizipation auf unseren Internetplattformen oder durch direktes Mitmachen.

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Adventskalender und Adventskränze, Glühwein und Weihnachtsmärkte, Christbaum und Weihnachtsgebäck…. Ja, das findet man bei uns, aber so darf man sich das in Ghana nicht vorstellen – auch schwer vorstellbar bei einer durchschnittlichen Temperatur von fast 30 Grad! Trotzdem sieht man auch dort bereits im November, vor allem in Accra und den anderen großen Städten Weihnachtsdekoration! Auch beim „Shopping“ wird es weihnachtlich. Kaum zu glauben, die großen Supermärkte und sogar die vielen Straßenverkäufer bieten Weihnachtsdekorationen an: Plastikbäume, Plastikweihnachtskugeln und Lametta können jetzt überall erworben werden. Schrille Farben und viel Plastikware (Made in China) sind erhältlich! Auf den Straßen sieht man vereinzelt fliegende Händler mit roten Zipfelmützen und die Fahrer der Trottos schmücken ihre Kleinbusse mit weihnachtlichen Motiven, meist aus dem angelsächsischen Sprachraum. Santa Claus ist auch in Ghana angekommen.

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Weihnachten wird in Ghana im Kreise der Familie gefeiert. Allerdings können sich nur wenige leisten, ihre Hütten oder Häuser zu dekorieren. Wenn, dann sieht man das nur bei wohlhabenden Familien. Das Gleiche gilt für Geschenke. Während sich die Kinder der Oberschicht ähnlich wie wir über Elektrogeräte, Bücher und Spielzeug freuen, bekommen die meisten Kinder in Ghana keine oder nur kleine Geschenke. Interessanterweise werden die meisten Geschenke nicht in Geschenkpapier eingepackt. Meist sind die Geschenke in Pappkartons, Schuhschachteln oder ähnliches verpackt. Fast überall wird am 24. Dezember noch gearbeitet – erst am Abend geht es dann richtig los. Viele Ghanaer reisen dann noch nach Hause zu ihren Verwandten. Die Festtage verbringen auch die Ghanaer traditionell mit der Familie. „Driving home for Christmas“ ist auch in Ghana Gang und Gebe! Allerdings muss man dazu anmerken, dass das Fahren beispielsweise von der Hauptstadt in den hohen Norden kaum in einem Tag zu schaffen ist. Die meisten fahren in ihre Heimatstädte und Dörfer, um dort in der Großfamilie mit den Großeltern, Onkeln und Tanten zu feiern. In vielen Orten gibt es ein Weihnachtsfeuerwerk, danach gehen viele Ghanaer zur Kirche. Wie bei uns gibt es zu Weihnachten die köstlichsten Speisen. Je nach Region kochen die Mütter Fufu (gestampfte Maniokwurzel in Kloßform) das Nationalgericht Ghanas.

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Anderorts gibt es den berühmten Joloffreis. Das ist ein Reisgericht aus Reis und Tomatenmark, zumeist auch mit Maniok, sowie Süßkartoffeln (Batate). Man kann das mit Hühnchen, Fleisch oder Fisch essen. Meist ist der Reis recht scharf. Er wird normalerweise von allen Familienmitgliedern gemeinsam aus einem Topf oder von einer Platte traditionell mit der rechten Hand gegessen. Oft gibt es auch frittierte Plantains (Kochbananen) mit Hühnchen, andere gönnen sich zu diesem Fest Rindfleisch.

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2017!