HITA Jahrbuch 2018

Februar 13, 2019 in Allgemein, Ghana, NGO, Projekte, Verein von guenther_michels

Es ist nun frisch aus dem Druck und wir können das schöne Werk in den Händen halten! Unser Jahrbuch von 2018 ist fertig und für Mitglieder, Freunde, Unterstützer und Interessierte erhältlich.

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Das Jahrbuch ist im Quer-Format in DIN A4 konzipiert, besteht aus 58 Seiten und ist mit 169 informativen und wunderschönen Bildern bestückt. Das auf Hochglanzpapier bedruckte Papier ist in einen Hardcover-Einband gebunden. Die Projekte vom letzten Jahr sind ausführlich dokumentiert, von der Verladeaktion unseres ersten Containers mit technischen Geräten und hochwertigem medizinischem Equipment bis hin zur Installation des ersten Campus WLANs Westafrikas an der Universtity of Health and Applied Science in Ho in der Volta Region.

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Unsere Besuche in Ghana sind aufschlussreich bebildert und detailliert dargestellt, passend dazu wurden informative Berichte erstellt. Kompakt und praktisch, die wichtigsten Infos auf einem Blick mit zusätzlichen Daten zu Budget, Ausgaben, Planungsterminen und Ergebnissen zu Evaluationen. Wir können zeigen, was mittlerweile in Zusammenarbeit mit vielen Beteiligten aus verschiedenen Ländern umgesetzt wurde. Es ist aber noch unglaublich viel zu tun und wir sind mit unseren Unternehmungen erst am Anfang.

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Es gibt viele Möglichkeiten HITA zu unterstützen, eine weitere besteht in dem Erwerb unseres HITA Jahrbuchs 2018. Das umfangreiche Werk kann bei uns zu einem Preis von 55 Euro gekauft werden. Da die Exemplare nicht in Serie produziert werden, sondern auf Auftrag gedruckt werden, entstehen Druckkosten von 52,97 Euro. Es bleibt also nicht wirklich Budget übrig, um weitere Schulen in Ghana unterstützen zu können. Wir bieten aber außerdem einen Rabatt in Kombination mit einer Mitgliedschaft an und freuen uns natürlich über jede weitere Zuwendung. Bei Interesse an einer Bestellung schicken Sie uns eine Email an info@hita-ev.org.

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Preise für das HITA Jahrbuch 2018

Einzelpreis:                                                     55 Euro

Kombi mit Vollmitgliedschaft:                        105 Euro         (anstatt 115 Euro)

Kombi mit ermäßigter Mitgliedschaft:             80 Euro          (anstatt 90 Euro)

Kombi mit Fördermitgliedschaft:                   300 Euro         (anstatt 310 Euro)

Unsere Kontaktdaten

Unsere Kontaktdaten

Volleybälle für Grundschüler und neue HITA Office in Ghana

Juli 20, 2018 in Ghana, Partner, Projekte von guenther_michels

Thomas begrüßt die Kids 2

Unser HITA Team ist nach der ausgiebigen und erfolgreichen Projektreise mittlerweile wieder in Deutschland. Es ist einiges in der Volta Region passiert und es wurde viel geschafft! Die Poliklinik in Hasu erhielt neue medizinische Geräte, Möbel und hochwertige Ausrüstung, es wurden zahlreiche Computer, Notebooks, Drucker und Büroequipment an Health Care Center und an Lehrende an der SONAM University gespendet und es ging auch eine Volleyball-Spende an die Kinder einer Grundschule. Schüler der Carlo-Mierendorff-Schule aus Frankfurt haben gesammelt und führen ähnliche Aktionen regelmäßig durch, weitere Infos dazu hier: Taten für Morgen.  Es hat viel in unser Container gepasst, wir konnten umfangreich helfen und viele Menschen glücklich machen. Damit sind aber erst einmal nur die Grundpfeiler gelegt, wir könnten und möchten noch viel mehr machen und weitere derartige Projekte durchführen. Dies geht aber nur, wenn uns die nötigen Mittel zur Verfügung stehen. Am Ende des Artikels stehen alle Informationen, wie man Mitglied wird oder HITA unterstützen kann. Es ist noch einiges zu tun, nun gilt es, dass die installierten, gespendeten und implementierten Technologien entsprechend genutzt werden und auch ein reger Kontakt mit den Akteuren in Ghana besteht. Um dies bestmöglichst zu lösen, wurde eine HITA Office in Ho eingerichtet. Das Campus WLAN läuft, die Eröffnung war ein voller Erfolg. Dieses innovative Pilotprojekt kann auf sämtliche weitere Schultypen in Ghana übertragen werden. Seit der zeremoniellen Einweihung wirkt HITA nun durch Vorsitzenden Thomas Erkert als Development Chief in der Hasu Community. Es wird also spannend bleiben. Im Folgenden sind die Links zu den weiteren Berichte von den Tagen 10 bis 15. Den kompletten Report mit ausgewählten Fotos gibt es auch als PDF hier: Projektreport Ghana – Mai 2018.

hitaho11>>> HITA Team in Ghana – TAG 10 & 11  (26. & 27.05.2018)

hitaho12>>> HITA Team in Ghana – TAG 12  (28.05.2018)

hitaho13>>> HITA Team in Ghana – TAG 13  (29.05.2018)

hitaho14>>> HITA Team in Ghana – TAG 14  (30.05.2018)

hitaho15>>> HITA Team in Ghana – TAG 15  (31.05.2018)

Das SONAM-Projektteam wird neu  ausgestattet 1


Unser HITA Projekt in der PRESSE:

>>> NEWS GHANA: HITA Supports UHAS With WLAN (25.05.18)

>>> GHANA NEWS AGENCY: HITA installs WLAN for UHAS (25.05.18)

>>> MODERN GHANA TWITTER: HITA Installs WLAN For UHAS (25.05.2018)

>>> DAILY GRAPHIC: German NGO supports UHAS with e-learning facility (26.05.2018)

>>> GLOBAL FM ONLINE: HITA foundation hands over a fully furnished ICT lab to UHAS (27.05.2018)

>>> VOLTA ONLINE: UHAS gets IT facility from German NGO (28.05.2018)

>>> VOLTA ONLINE: HITA donates Medical Equipment to Hasu Polyclinic in Adaklu (28.05.2018)

>>> UNIVERSITY OF HEALTH AND ALLIED SCIENCE: HITA Donates ICT Facilty to UHAS (06.06.2018)


Frühere Reports: TAG1TAG 2TAG 3TAG 4TAG 5TAG 6TAG 7TAG 8TAG 9.
Inhaltsverzeichnis: PROJEKTSEITE – Projekt auf der Regierungsseite: GOVERNMENT OF GHANA


WIR SUCHEN WEITERHIN NACH NEUEN MITGLIEDERN UND SIND AUF SUPPORT UND FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG ANGEWIESEN, UM UNSERE PROJEKTE UMSETZEN ZU KÖNNEN.


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ComputerLab-Eröffnung und Ernennung zum Development Chief

Mai 28, 2018 in Ghana, Projekte von guenther_michels

Eröffnung des Computerlabs 2Die WLAN Implementierung an der Universität von Ho ist in vollen Gängen und die ersten Einweihungen und Übergaben fanden bereits statt. Die Berichte unseres HITA Teams von TAG 5 bis TAG 9 sind online. Es ist sagenhaft, was in der kurzen Zeit alles passiert ist und wie viel wir umsetzen konnten! Ein großer Dank geht an alle Beteiligten und Unterstützer, die mitgewirkt haben, damit dieses Projekt Realität wird. Unsere Spezialisten sind rund um die Uhr in Projektarbeiten, Besprechungsrunden und kulturelle Events eingebunden. Aber die Arbeit und der Aufwand haben sich gelohnt! Das neue Computer Lab konnte mit großer Eröffnungsfeier und Pressekonferenz eingeweiht werden. Auch die ghanaische Medien berichteten darüber. HITA Vorsitzender Thomas Erkert wurde außerdem zum Development Chief des Dorfes Hasu ernannt. Hierzu fand eine Zermemonienfeier mit fast 400 anwesenden Dorfbewohnern und dem Chief und der Queen Mother des Adaklu-Distrikts statt. Wow! Natürlich musste sich das Team in traditionelle Tracht kleiden. Im Folgenden stehen die neuen Berichte und Links zu den Presseartikeln.

hitaho1>>> HITA Team in Ghana – TAG 5  (21.05.2018)

hitaho2>>> HITA Team in Ghana – TAG 6  (22.05.2018)

hitaho3>>> HITA Team in Ghana – TAG 7  (23.05.2018)

hitaho4>>> HITA Team in Ghana – TAG 8  (24.05.2018)

hitaho5   >>> HITA Team in Ghana – TAG 9  (25.05.2018)

 Geschafft! Abschluss der feierlichen Übergabe


 Unser HITA Projekt in der PRESSE:

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WLAN Implementierung an der University of Ho – HITA Team kommt in Ghana an!

Mai 20, 2018 in Ghana, Projekte von guenther_michels


Der Bericht von unserem HITA Team von TAG 1 ist online (17. Mai). Spätere Reports: TAG 2   -  TAG 3   -  TAG 4   -  TAG 5 –  TAG 6  –  TAG 7  –  TAG 8  -  TAG 9.  -  TAG 10 & 11  -  TAG 12  -  TAG 13  -  TAG 14  -  TAG 15.


Kompletter Report: REISEBERICHT.  Presse:  PRESS 1  -   PRESS 2  -  PRESS 3  -  PRESS 4  -  PRESS 5  -  PRESS 6  -  PRESS 7  -  PRESS 8.    Regierungsseite:  GOVERNMENT OF GHANA.    Inhaltsverzeichnis: PROJEKTSEITE.


32835606_10160449002685603_5419162568977547264_nWir, Shaun, Leonhard und Karsten – die ersten drei der fünf HITA-Mitstreiter, die bei dieser Arbeitsreise nach Ghana am Start sind – machten uns am 17. Mai auf den Weg nach Accra, diesmal über Brüssel. Beim Verlassen des Flugzeugs am Zielort strömt uns die schwüle Subtropenluft entgegen – Ghana im Mai ist stets eine schweißtreibende Angelegenheit. Der Fahrer unseres Gastgebers UHAS, der University of Health and Allied Sciences in Ho, wartet schon seit einer Stunde. Die Verspätung bedeutet, dass wir einen Teil der Strecke von Accra nach Ho im Dunkeln zurücklegen müssen – das hatten wir eigentlich vermeiden wollen, weil die Straßen des Landes nach Einbruch der Dunkelheit verdammt gefährlich sein können. Die Zahl der Verkehrstoten im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist in Ghana fast fünfmal so hoch wie in Deutschland, obwohl der durchschnittliche Ghanaer viel weniger Kilometer zurückgelegt. Aber Michael, unserer Fahrer, kennt die Strecke wie seine Westentasche und bringt uns sicher in die Hauptstadt der Volta-Region.

Hier in Ho ist unser Quartier das Chances Hotel, welches Selfmademan Emanuel Chance vor mehr als 20 Jahren mit eigenen Händen erbaut hat. Seit letztem Jahr zählt Chance zu HITAs wichtigsten Kooperationspartnern im Land. Er verfügt nicht nur über umfangreichen Kontakte in der Volta Region sondern hat auch ein starkes, persönliches Interesse an einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung in seiner Heimatregion. Damit ist er genau der Mann, den HITA benötigt, um auf lokaler und regionaler Ebene erfolgreich Innovationsprozesse anzustoßen.

32842172_10160449003040603_9187293431100080128_nKöchin Katumi und ihr Team warten schon mit Essen auf uns; wohl weil die HITA-Vertreter beim letzten Besuch so sehr von den Kochbananen geschwärmt haben, bekommen wir frittierte Bananen mit einer unbeschreiblichen, heftig scharfen Beilage serviert, dazu Club-Bier – genau das Richtige, um eine langen Reisetag abzuschließen. Wir schlafen bestens, nicht zuletzt weil Chance und in seinen brandneuen Bungalows einquartiert hat.

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>>> HIER GEHT´S ZUM BERICHT VOM ZWEITEN TAG <<<

>>> PROJEKTSEITE <<<


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Ebola – Wie HITA e.V auch ohne Impfstoff effektiv helfen kann

April 30, 2018 in Ghana, Wissen von guenther_michels

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Vor ziemlich genau 4 Jahren (Anfang 2014) brach in Westafrika das Ebola-Virus aus. Es war die tödlichste Ebola-Epidemie seit Entdeckung des Virus im Jahre 1976: Über 28.000 Menschen infizierten sich mit dem Ebola-Virus und über 11.000 von ihnen starben. Die Dunkelziffer liegt vermutlich sehr viel höher; es ist davon auszugehen, dass viele Fälle überhaupt nicht erfasst worden sind. In den Medien war das Ebola-Virus auch hierzulande lange Zeit stark präsent, wie man es auch von anderen Krankheiten kennt wie zum Beispiel der Schweinegrippe, Vogelgrippe, EHEC oder auch als aktuelleres Beispiel das Zika-Virus. Unsere Angst vor Krankheiten und deren Folgen erklärt auch unsere Neugier ihnen gegenüber. Der Ebola-Virus war besonders beängstigend und auch in Deutschland hatten viele Menschen Angst vor der Krankheit, die in Afrika wütete. Der Grund: Es gab weder einen Impfstoff noch geeignete Arzneimittel, um das Virus angemessen therapieren zu können. Der Ebola-Virus verbreitete sich aber natürlich nicht in Europa und infizierte fast ausschließlich Menschen aus westafrikanischen Staaten (v.a. Liberia, Sierra Leone und der Senegal). In diesen Staaten herrscht Armut und es gibt keine ausreichende medizinische Infrastruktur. Dies sind selbstverständlich begünstigende Faktoren für eine Epidemie und verschärfen sie sogar.

Anfang 2016 wurde die Epidemie für beendet erklärt und die betroffenen westafrikanischen Staaten gelten seit diesem Zeitpunkt wieder als Ebola-frei.  Ende desselben Jahres wurde verkündet, einen möglicherweise tauglichen Impfstoff gefunden zu haben. Dieser wird allerdings höchstwahrscheinlich nur bei einem bestimmten Erregerstamm des Ebola-Virus helfen können. Dennoch wird mit diesem Impfstoff, der vielleicht noch in diesem Jahr (2018) die Marktzulassung erhält und damit in Produktion gehen kann, der Menschheit eine Waffe gegen die tödliche Krankheit gegeben und in Zukunft wird man dadurch hoffentlich viele Menschen vor dem Ebola-Virus bewahren können.

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Für die über 10.000 Ebola-Toten kommt diese Mittel jedoch vier Jahre zu spät. Dies offenbart   ein grundsätzliches Problem bei Virus-Epidemien: Es gibt oftmals keine direkte Therapiemöglichkeit für die Viruserkrankung; die Schutzimpfungen (passiv und aktiv) kommen meistens zu spät und stehen nicht zur Verfügung, wenn sie dringend gebraucht werden. Warum ist das so? Wie kann man das ändern? Dazu bedarf es einen kleinen Exkurs in die medizinischen Zusammenhänge:

Infektionskrankheiten, also ansteckende Krankheiten, können entweder durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht werden. Pilzerkrankungen werden in diesem Kontext allerdings außen vor gelassen. Bakterien sind kleine Organismen, die alle notwendigen Bedingungen für die Definition eines biologischen Lebewesens erfüllen: sie haben einen eigenen Stoffwechsel und können sich fortpflanzen, um nur zwei Merkmale zu nennen. Kommt es bei uns Menschen nun zu einer bakteriellen Infektion, also dem Eintritt von Bakterien in unseren Körper und kann unser Immunsystem die schädlichen Bakterien (Bakterien sind nicht per se schädlich) nicht von alleine bekämpfen, können diese Infektionen tödlich sein. In so einem Fall haben wir glücklicherweise spätestens seit 1941 Medikamente, die gegen diese biotischen (altgr. bios „Leben“) Vorgänge wirken können: die Antibiotika. Gegen Bakterien, also kleine lebendige Mikroorganismen, helfen Antibiotika, indem sie die Fortpflanzung oder den Stoffwechsel der Bakterien angreifen. Es gibt zwar verschiedene Antibiotika-Gruppen für die verschiedenen bakteriellen Erkrankungen und nicht jedes Antibiotikum ist für jeden bakteriellen Infekt geeignet, aber selbst, wenn das Bakterium noch nicht genau diagnostiziert wurde, kann man mit Breitbandantibiotika effektiv gegen den Infekt vorgehen. Wir verdanken Antibiotika eine deutlich erhöhte Lebenserwartung und eine verbesserte Lebensqualität im Vergleich zu den Menschen aus einer Zeit, in der es noch keine Antibiotika gab und eine infizierte Wunde zum Tod führen konnte.

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Soweit trifft das auf Bakterien bzw. bakterielle Infektionen zu. Viren hingegen sind im Vergleich zu Bakterien viel kleiner und zählen nicht zu den Lebewesen, da sie die erforderlichen Merkmale des biologischen Lebens nicht erfüllen: sie haben weder eine eigene Fortpflanzung noch einen eigenen Stoffwechsel (tatsächlich ist es innerhalb der Biologie umstritten, ob Viren nicht doch zu den Lebewesen gezählt werden können, da sie über Erbinformation verfügen). Antibiotika, die nur gegen biotische/lebedinge Erreger wirken können, helfen somit nicht bei viralen Erkrankungen.

Obwohl Viren keine eigene Fortpflanzung haben, vermehren sie sich. Dies funktioniert indem sie eine Wirtszelle (zum Beispiel eine menschliche) befallen und sich über diese fortpflanzen. Leidet ein Mensch an einer viralen Erkrankung und wird versucht den Virus an seiner Fortpflanzung zu hindern, müsste man die körpereigenen Zellen angreifen. Es gibt zwar Virostatika (also Medikamente gegen Viren), diese sind aber meist erregerspezifisch -Breitbandvirustatika gibt es nicht. Sofern ein Impfstoff vorliegt, kann man Menschen gegen Viruserkrankungen helfen, auch dann, wenn der Mensch beriets infiziert ist. Gibt es aber kein Mittel gegen einen spezifischen Virus, kann man nur die Symptome behandeln und dem körpereigenen Immunsystem so die Möglichkeit geben, den Virus selbst zu bekämpfen. Auf diese Weise wird aktuell auch das Ebola-Virus therapiert. Virale Erkrankungen haben für den Menschen den Vorteil, dass Viren, die einmal von unserem Immunsystem erfolgreich bekämpft wurden, in Zukunft sehr viel schneller und effektiver bekämpft werden, das unser Immunsystem eine Art Gedächtnis für Viren hat. Das ist der Grund, warum wir im Erwachsenenalter viele Kinderkrankheiten kein zweites Mal bekommen.

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Für die Impfstoffentwicklung heißt das aber, dass für jeden Virus ein eigener Impfstoff entwickelt werden muss. Ein erregerspezifisches Virustatikum muss also immer erst neu erforscht werden. Selbst wenn ein möglicher Impfstoff gefunden worden ist, müssen verschiedene Tests an Tieren und dann auch an Menschen durchgeführt werden, bevor er eine Marktzulassung erhält und produziert werden kann. Auch wenn massiv Forschungsgelder ausgeschüttet werden und alle Forscher der Welt an einem Impfstoff arbeiten, wird es immer mehrere Jahre dauern, bis dieser auch tatsächlich erhältlich ist. Natürlich können Viren auch mutieren und damit Schutzimpfungen unterlaufen.

Wird also kurzfristig ein Impfstoff für einen Virus benötigt, ist dieser in vielen Fällen schlicht nicht erhältlich. Für das Ebola-Virus wird nun vielleicht vier Jahre nach der Ebola-Epidemie ein Impfstoff vorhanden sein. Aber was ist mit dem Zika-Virus oder anderen Viren, die in Zukunft zu einer Epidemie führen könnten?! Das Problem, Impfstoffe häufig nur zeitlich verzögert zu haben, wird die Menschheit wohl auch noch die nächsten Jahrzehnte begleiten. Was ist also zu tun? Wie kann man dennoch effektiv helfen? Wie kann HITA e.V effektiv helfen?

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Eine Infektionskrankheit lässt sich am besten bekämpfen, wenn sie an der Ausbreitung gehindert wird. Wenn kein Impfstoff vorhanden ist, bleibt das Mittel der Prävention. Ein Impfstoff für das Ebola-Virus ist zwar nicht bekannt, sehr wohl aber die Übertragungswege und damit auch, wie man eine Übertragung des Virus verhindern kann. In diesem Kontext sollte festgehalten werden: Das Ebola-Virus nicht über die Luft übertragen wird. Die Schutzanzüge und die Sonderisolierstationen in den Krankenhäuser sind viel mehr eine Vorsichtsmaßnahme, da über die Luft Körperflüssigkeiten eines Ebola-Infizierten übertragen werden könnten. Normalerweise gilt aber, dass nur durch direkten Kontakt mit einem Infizierten, vor allem mit Körperflüssigkeiten, eine Übertragung erfolgen kann. Für einen kurzen Zeitraum ist eine Übertragung auch durch Gegenstände möglich (zum Beispiel die Kleidung eines Infizierten), sofern diese in Kontakt mit infizierter Körperflüssigkeit gekommen ist. Solange man keine offenen Wunden an den Händen hat (auch keine kleinen Hautrisse) kann man den Virus sogar durch Händewaschen von der Hand entfernen. Einfachste Hygienemaßnahmen können ausreichen, um sich vor dem Virus effektiv zu schützen.

Das Problem liegt eigentlich an einer anderen Stelle: Dieses Wissen über Infektionskrankheiten und der Übertragung des Ebola-Virus ist den Betroffenen in den meisten Fällen nicht bekannt. Wie eingangs bereits geschrieben, sind vor allem arme Menschen von der Erkrankung betroffen. Hinzu kommt die Kultur der Menschen in Westafrika: Gegessen wird vor allem mit den Fingern, oftmals auch ohne sich vorher die Hände zu waschen. Dies geschieht aus Unwissenheit über Hygiene und Infektionskrankheiten heraus. Außerdem werden tote Angehörige von den Familien gewaschen, sodass auch auf diese Weise häufig Übertragungen stattgefunden haben, wenn der Tote mit dem Ebola-Virus infiziert war. Die Regierungen der betroffenen Staaten haben natürlich darauf reagiert und mit Plakaten überall im Land versucht die Bevölkerung zu informieren und zu Hygienemaßnahmen aufzufordern. Doch auch diese Plakate haben vielen Menschen nicht mehr helfen können.

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Es stellt sich also die Frage, wie man auf schnellstem Wege die Masse der Menschen erreichen kann. Es gibt in Liberia ein flächendeckendes Mobilfunknetz. Dies ist zwar sehr störungsanfällig, aber es funktioniert und in Liberia kamen im Jahr 2014 etwa 733,5 Mobilfunkverträge auf 1000 Einwohner (Zahlen von weltalmanach.de entnommen). Es ist schwer zu glauben, aber die Hauptstadt Liberias hat keine funktionierende Abfallentsorgung, Mobilfunknetz gibt es aber auch in den ländlichsten Regionen Liberias. Mit den anderen Staaten, die vom Ebola-Virus betroffen waren, sieht es genauso aus. Wir von HITA e.V haben dieses Potenzial schon früh erkannt und versuchen seitdem diese vorhandenen IT-Strukturen in Afrika für eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung zu nutzen. Wenn jeder Handybesitzer in Liberia über sein Handy Informationen über das Ebola-Virus erhalten könnte und diese Informationen/Anweisungen umsetzen würde, wäre der Prävention Genüge getan. Das können einfache Textnachrichten sein, aber auch Videos oder Animationen, in denen komplexe Zusammenhänge erklärt werden. Bis hin zur Telemedizin ist alles möglich. Über das Mobilfunknetz kann man zudem auch kurzfristig reagieren.

Wir suchen mit einfachsten Mitteln – indem wir nämlich bereits vorhandene Strukturen nutzen – das Gesundheitssystem in Afrika effektiv zu verbessern. Indem wir auf moderne zukunftsfähige Technologien setzen, sind wir in der Lage auf zukünftige Probleme zu reagieren und sie zu lösen. Haben Sie Fragen zur Arbeit von HITA e.V oder wollen Sie wissen, wie Sie uns unterstützen können? Dann kontaktieren Sie uns. Schreiben sie uns zum Beispiel eine Email an info@hita-ev.org.

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Gefüllter Container Richtung Ghana!

Februar 26, 2018 in Ghana, Projekte von guenther_michels

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Können Sie sich vorstellen, wie viel in einen 40-Fuß Container passt? Ein solcher Container ist 12 Meter lang, 2,35 Meter breit und 2,39 Meter hoch – das ergibt 28,37 m² Grundfläche und 67,7m³ Volumen. Und genau dieses Volumen brauchten wir für unsere Spendenaktion! Der Container ist gepackt und bis auf den letzten cm³ gefüllt. Unglaublich, aber wir haben es – Dank Eurer / Ihrer Hilfe geschafft, unseren ersten Container voller Hilfsgüter auf den Weg nach Ghana zu bringen.

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Neben den 5 Krankenhäusern, die wir in der Voltaregion mit medizinischem Gerät, Medikamenten, Messinstrumenten, Mobiliar und Einrichtungsgegenständen ausstatten können, haben wir 2 vollständige Computer-Labs mit mehr als 80 PCs, 20 Laptops für Lehrer und Tutoren, mehrere Netzwerke für Schulen und Krankenhäuser und vor allem das erste Campus W-LAN für Westafrika verpackt. Darüber hinaus haben wir verschiedene Server im Gepäck, die es uns ermöglichen, die erste „Electronic Library“ aufzubauen. Wir sind froh, dass wir diese Idee, bei der Studentinnen und Studenten Zugriff auf Lehrmaterial über Mobilfunktelefone erhalten, endlich umsetzen können. Ein ganz großes Dankeschön geht auch an die kräftigen Hände der beiden Helfer Benedikt Seidl und Wael, ohne die die Packaktion nicht funktioniert hätte.

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Bitte drücken Sie uns die Daumen, dass alles auch gut und rechtzeitig im Hafen von Tema in Accra ankommt. Von dort wird der Container per LKW von unserer Partnerorganisation, der „Chances Foundation“, in den Osten Ghanas, nach Ho in der Voltaregion transportiert. Ab dem 22. März werden dann 5 Vereinsmitglieder für 2 Wochen nach Ho reisen, um dort sowohl die Verteilung der Hilfsgüter zu beaufsichtigen als auch vor allem den Aufbau der Computerlabs und der Netzwerke zu koordinieren. Im Sinne des „Empowerments“ werden dazu unsere IT Spezialisten ihre Kollegen vor Ort ausbilden. Darüber hinaus führen wir während dieser Zeit Trainings für TutorenInnen und StudentInnen durch, um sie darin zu befähigen, mit unseren Angeboten auch nach unserer Abreise umgehen zu können.

Herzlichen Dank für Eure/ Ihre Hilfe!
Thomas Erkert, Daniel Schleßmann und Günther Michels
Vorstand Healthcare Information Technolgy for Africa, e.V., www.hita-ev.org

WIR SUCHEN WEITERHIN NACH NEUEN MITGLIEDERN UND SIND AUF EUREN SUPPORT UND FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG ANGEWIESEN, UM UNSERE PROJEKTE UMSETZEN ZU KÖNNEN.

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Afrikas erstes Campus W-LAN

Januar 31, 2018 in Allgemein, Ghana, Projekte von guenther_michels

Unterzeichnung des Memorandum of Understanding (MoU) mit SONAM 2017

Unterzeichnung des Memorandum of Understanding (MoU) mit SONAM im Jahr 2017

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Sponsoren, liebe Förderer und liebe Spender, aber auch liebe Interessierte und Neugierige,

erst einmal vielen Dank an alle, die sich aktiv, passiv oder mit einer Spende an dieser Aktion beteiligen bzw. schon beteiligt haben. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir senden am 18. Februar unseren ersten Container mit medizinischen Hilfsgütern, zwei kompletten Computerlabs und einem kompletten Campus W-LAN nach Ho in Ghana. Von Krankenhausbetten über Einrichtungsgegenständen, von Ultraschallgeräten über Fieberthermometer, von Verbandsmaterialien bis hin zum Blutzuckermessgerät haben wir schon unzählige Spenden erhalten. Vielen Dank dafür!

Krankenzimmer in einer Geburtsklinik (Bettwäsche gibt es nicht)

Krankenzimmer in einer Geburtsklinik in der Region Ho in Ghana (Bettwäsche gibt es nicht)

Auch im Bereich unserer eigentlichen Zielsetzung, nämlich der Verbesserung der Ausbildung von Krankenschwestern und Hebammen sind wir einen großen Schritt weiter. Mit mehr als 90 Rechnern können wir nun zwei Computer Labs aber auch einige zusätzliche Stellen an der Universität Ho ausstatten. Auch dafür herzlichen Dank!

Patientenaktenablage in einer Geburtsklinik in der Region Ho in Ghana

Patientenaktenablage in einer Geburtsklinik in der Region Ho in Ghana

Thomas Erkert hat darüber hinaus von seiner Vorbereitungsreise nach Ghana Lehrbücher mitgebracht, die wir nun – nachdem die rechtliche Situation zu unseren Gunsten geklärt ist, einscannen werden, um so den Studentinnen und Studenten die Möglichkeit zu bieten, über das erste Campus-WLAN Afrikas über ihre Mobiltelefone  auf eine elektronische Bibliothek zugreifen zu können. So trägt HITA dazu bei, dem Mangel an Lehrbüchern zu begegnen.

Vollständige Pressemittleilung:  Spendenaktion und erstes Campus WLAN Afrikas  ( Download: PDF  /  Word )

Krankenhausapotheke

Krankenhausapotheke in einer Geburtsklinik in der Region Ho in Ghana

Wenn Ihnen unsere Aktivitäten gefallen und Sie unsere Ideen unterstützen wollen, dann haben Sie jetzt noch Gelegenheit dazu. Bitte spenden Sie uns Rechner, Laptops, medizinische Geräte oder unterstützen Sie uns finanziell. Wir freuen uns über Ihre Hilfe!

>>>  Informationen zur Mitgliedschaft mit Onlineformular: http://www.hita-ev.org/?page_id=683

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Ihr HITA e.V.  Vorstand,

Thomas Erkert, Günther Michels, Daniel Schleßmann

HITA Experte auf dem Weg nach Ghana

Juli 22, 2017 in Explorative Studie, Ghana, Projekte von guenther_michels

Maximilian Glätzner, ein junger Student aus Frankfurt, ist auf dem Weg nach Accra, um dort für HITA die nächsten Wochen verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Er wird während seines Aufenthaltes verschiedene Bildungseinrichtungen des Gesundheitsministeriums besuchen, um dort vorbereitende Tätigkeiten für verschiedene Projekte, die HITA verfolgt durchzuführen. So wird er die baulichen und technischen Gegebenheiten vor Ort nach einer vorbereitenden Checkliste analysieren und dokumentieren, damit unsere HITA-Techniker alle  Grundlagen für den Aufbau der geplanten Campus-WLANs zur Verfügung haben werden. Darüber hinaus wird Maximilian eine empirische Befragung durchführen, die das Ziel hat, aktuelle Informationen zum Gebrauch der Mobiltelefone an den Schulen zu erheben. Zusätzlich wird Maximilian unsere Spendenaktion in Ghana vorbereiten bzw. begleiten. Unter anderem muss er dabei Fragen bezügliche der Zollformalitäten und der Logistik vor Ort mit den jeweiligen Verantwortlichen klären.

Maximilian wird die nächsten Wochen über seinen Aufenthalt berichten. Wir würden uns freuen, wenn Sie seine Reise und unsere Arbeit mitverfolgen würden. Vergewissern Sie sich, was wir tun: Besuchen Sie seine Berichte auf unserer Webseite und auf unseren sozialen Medienkanälen, schauen Sie sich seine Fotos bei Instagram an oder hören sie einfach mal bei HITA-Radio rein .

Workshops in Ghana 2017

März 22, 2017 in Ghana, Konferenz, Proposal von guenther_michels

Vom 6. bis zum 16. März reiste ein HITA-Team (bestehend aus Thomas Erkert und Karsten Gareis) für eine Reihe von Aktivitäten nach Kenia und Ghana. Konkreter Anlass war die Vorbereitung zweier Projektanträge, die bis zum 11. bzw. 25. April im Rahmen des EU-Forschungs-Förderprogrammes Horizon2020 eingereicht werden sollten.

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Die Reise hatten die folgenden Ziele:

  • Besuch einer der bedeutendsten panafrikanischen Konferenzen zum Thema Modernisierung der Gesundheitsversorgung, um uns einen aktuellen Überblick über den State-of-the-Art im Bereich Nutzung von eLearning und mLearning im Gesundheitsbereich Afrikas zu verschaffen;
  • Diskussion mit AMREF, einer einflussreichen afrikanischen Nichtregierungsorganisation mit Hauptsitz in Nairobi, die ihren Fokus auf Interventionen an der Schnittstelle von Gesundheits- und Bildungsbereich hat, mit dem Ziel der Vereinbarung von Kooperationen z.B. im Rahmen der erwähnten Horizon2020-Projektanträge;

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  • Diskussionen mit dem Team von Dr. Robert Kaba, Head of Department, UHAS zur Weiterentwicklung und Verabschiedung des Inhalts der Horizon2020-Projektanträge sowie zur Anbahnung weiterer Aktivitäten zur Vertiefung der Kooperation zwischen HITA und UHAS;
  • Diskussion mit dem Gesundheitsministerium (MOH) in Accra, um sicherzustellen, dass das ausgezeichnete Kooperationsverhältnis auch unter der neuen, im Dezember 2016 gewählten Regierung erhalten bleibt bzw. weiter vertieft werden wird;
  • Besuch von und Diskussion mit dem führenden Innovation Hub / Business Incubator Ghanas, ImpactHub (Accra), zur Vereinbarung der Mitwirkung an den beiden Horizon2020-Projektanträgen.

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>>> Hier geht es zum ausführlichen Reisebericht

Die universelle Geschichte: Lernen aus der Vergangenheit

März 1, 2017 in Allgemein, Ghana, Wissen von guenther_michels

Autor: Maximilian Glätzner  (HITA Experte – Kontakt: maximilian.glaetzner@hita-ev.org)

“Those who cannot remember the past are condemned to repeat it“; diese Worte stammen von George Santayana, einem us-amerikanischen Philosophen und Schriftsteller. Unabhängig davon, was Santayana damit eigentlich ausdrücken wollte, dient das Zitat häufig als Warnung vor einer Wiederholung der Geschichte. Viele glauben, die Geschichte wäre ein sich wiederholender Zyklus. Das stimmt so aber nicht; die Geschichte wiederholt sich natürlich nicht. Wenn sich die Geschichte wiederholen würde, dann könnten wir mit Sicherheit sagen, was morgen oder in Zehen Jahren auf uns zukommt. Dem ist aber nicht so; niemand kennt die Zukunft, immer wieder passieren Dinge, die uns überraschen. Mitnichten hat die Geschichte einen Wiederholungscharakter, aber sie hat einen universellen Charakter: In historischen Prozessen lassen sich Muster erkennen und wir können historische Prozesse auf die heutige Zeit übertragen. Wir können das aus einem Grund: Die Geschichte wird durch Menschen gemacht und die Menschen haben sich in ihrem Wesen und ihren Grundzügen nicht verändert. Folglich sind die Grundzüge und Strukturen innerhalb der Geschichte immer dieselben gewesen. Diese Erkenntnis bietet natürlich Raum für Resignation. Wir müssen nämlich begreifen, dass obwohl die Zeit fortschreitet und wir Fortschritt erleben, die Menschen doch immer noch mit den selben Problemen kämpfen. In Geschichtsfatalismus zu verfallen wäre jedoch der falsche Weg. Es ist wichtig sich bewusst zu machen,  dass die Möglichkeit historische Prozesse auf die heutige Zeit übertragen zu können auch die Möglichkeit bietet aus der Geschichte zu lernen. Vielleicht kann man das eingangs erwähnte Zitat von George Santayana umformulieren: „Wer die Geschichte nicht kennt bzw. verkennt, kann nicht aus ihr lernen.“. Nun handelt es sich dabei nicht bloß um eine philosophisch metaphysische Erkenntnis. Diese Erkenntnis lässt sich auch praktisch anwenden. Ich möchte dies anhand der medizinischen Situation in Ghana verdeutlichen.

Vorweg sollte man feststellen, dass jeder nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung eine medizinische Entwicklung vorausgehen sollte. Kein Staat wird sich auf lange Sicht positiv entwickeln können, wenn ein Großteil der Bevölkerung, bedingt durch Krankheit und schlechter medizinischer Versorgung, nur eine geringe Lebenserwartung hat. Das Gesundheitssystem in einem Staat zu verbessern hat also nicht nur positive Folgen für die Bevölkerung an sich, vielmehr wird so dem gesamten Staat bei seiner Entwicklung geholfen.

Obwohl Ghana ökonomisch und politisch besser aufgestellt ist als viele andere afrikanische Staaten, sterben auch in Ghana immer noch viele Menschen an Krankheiten, die eigentlich heilbar wären. Schuld dabei trägt ein unzureichendes Gesundheitssystem. Die positive Entwicklung der ghanaischen Wirtschaft in den letzten Jahren führte zur Landflucht und damit auch zu Ballungszentren. Die Menschen verlassen die schlecht angebundenen ländlichen Regionen und ziehen in die Städte, die in Folge unnatürlich schnell wachsen. Die wichtigen Infrastrukturen, also die Abwassersysteme, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und eine funktionierende Müllentsorgung, wachsen aber nicht mit gleicher Geschwindigkeit mit. Die Folgen wurden bereits erwähnt: Infektionskrankheiten wie Cholera und Typhus breiten sich aus und enden vor allem für Kinder häufig tödlich.

Exakt diese Beschreibung trifft auch auf Europa in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu. Im Zuge der Industrialisierung kam es auch in Europa zur Landflucht und somit zu Ballungszentren, in denen sich Infektionskrankheiten ungehindert -medizinische Infrastruktur fehlte nämlich auch hier- ausbreiten konnte. Opfer waren selbstverständlich die Schwachen aus den unteren sozialen Schichten. Wir können problemlos die damaligen europäischen Prozesse auf die Situation in Ghana übertragen, eben weil die Geschichte einen universellen Charakter hat. Es bleibt also die wichtige Frage, wie die damaligen Probleme gelöst wurden und wie man den katastrophalen Verhältnissen entgegengewirkt hat.

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Um diesen Problemen Herr zu werden, war ein langer Prozess notwendig, der die westliche Schulmedizin zu dem machte, was sie heute ist. Im Mittelalter war die Medizin von der Vorstellung geprägt, die Gesundheit des Menschen wäre von lediglich vier Säften im menschlichen Körper abhängig (Humoralpathologie bzw. Vier-Säfte Lehre). Es wurde angenommen, dass man diese vier Säfte im Gleichgewicht halten müsse, weil sonst Krankheit entstehen würde. Es kam so zu völlig abstrusen Behandlungsmethoden wie dem Aderlass, der nicht selten zum Tod des Patienten führte. Häufig wurden diese medizinischen Annahmen noch mit der Astrologie oder anderen religiösen Vorstellungen in Verbindung gebracht. Es versteht sich von selbst, dass die Medizin von damals nur wenig zum Gemeinschaftswohl beigetragen hat. Mit der Aufklärung entwickelten sich nicht nur die modernen Naturwissenschaften, auch die Medizin wurde fortan naturwissenschaftlich betrieben und moderne Paradigmen setzen sich durch. Das Zeitalter der Industrialisierung, das aus medizinischer Sicht – wie bereits erwähnt- von Infektionskrankheiten geprägt wurde, führte zur Erforschung der selbigen: Man entdeckte die Mikroorganismen und die Bakteriologie setzte sich durch. Das war der entscheidende Meilenstein für die europäische Schulmedizin. Nun war bekannt, dass es nicht etwa die schlechte Luft war, die krank machte, sondern kleinste Organismen. Nach und nach wurde man sich der Bedeutung von Hygiene bewusst. Abwassersysteme wurden errichtet, die medizinische Infrastruktur im Allgemeinen ausgebaut, Gesundheitsämter gegründet und als die Ärzte angefangen haben sich vor operativen Eingriffen nur die Hände zu waschen, stiegen die Erfolge bei Behandlungen signifikant. Später entwickelte man auch Desinfektionsmittel und Antibiotika und nach dem Ersten Weltkrieg spielten Infektionskrankheiten keine so große Rolle mehr in Europa. Hätte man das Wissen über die Bedeutung von Hygiene (sowohl in den Städten, als auch in den Krankenhäusern bzw. Lazaretten)  einige Jahrzehnte früher zur Verfügung gehabt, wären Millionen Menschen nicht gestorben.

Es sind eben auch diese, eigentlich banalen, Erkenntnisse, die helfen könnten die medizinische Situation in Ghana deutlich zu verbessern und sämtlichen Infektionskrankheiten wirksam und präventiv entgegenzuwirken. Vor allem handelt es sich nicht um schwer zu begreifende medizinische Sachverhalte, es sind relativ einfach zu verstehende Inhalte, die man auch sehr gut über Kommunikationssysteme, also zum Beispiel über Mobilfunktelefone, verbreiten könnte. Man stelle sich nur einmal vor, dass das medizinische Personal in Ghana mit Hilfe eines Mobilfunktelefons eine Checkliste mit den wichtigsten Hygieneanforderungen im medizinischen Bereich durchgehen kann. Das Wissen über Hygiene könnte auf diese Weise auch die nördlichen schlechter angebunden Gebiete Ghanas erreichen, ohne, dass dort studierte Ärzte praktizieren müssen.

Schlussendlich bleibt nur zu betonen, dass dieser Artikel auf keinen Fall eine exakte Handlungsanweisung bietet, was zu tun ist. Es sollte aber deutlich werden, dass wir die europäische Geschichte und die europäischen Entwicklungen (v.a. im medizinischen Bereich) ohne größere Probleme auch auf afrikanische Länder übertragen und von ihnen lernen können. Die Geschichte ist eben universell.

von Maximilian Glätzner  (HITA Experte – Kontakt: maximilian.glaetzner@hita-ev.org)