Virtuelles Telemedizin-Zentrum

Das virtuelle Zentrum für Telemedizin verbindet rat suchende Krankenschwestern (z.B. im Falle eines medizinischen Problems ) mit Ärzten. Diese Ärzte leben in Ghana oder an jedem anderen Ort der Welt. Sobald z.B. eine Krankenschwester eine Notrufnummer wählt, die spezifisch für einen medizinischen Bereich ist, kann die entsprechende Fachärztin Hilfestellung bei Diagnosen geben und bei der Behandlung von Patienten unterstützen geben. Eine adäquate Behandlung der Patienten wird zusätzlich durch eine Software ermöglicht, die eine direkte Anbindung an eine elektronische Patientenakte und Gesundheitsbiografie besitzt.

Das virtuelle Telemedizin-Zentrum wird leicht zu einem “echten ” Zentrum für Telemedizin” , wo Ärzte physisch zusammen sitzen. Die einzige technische Voraussetzung für die Krankenschwestern ist ein (Mobil)telefon, wahlweise mit Kamera, um Bilder (z.B. von Wunden ) als MMS zu versenden, um dem Arzt Befunde bereitzustellen. Ärzte benötigen einen PC oder ein Mobiltelefon um (Tele-)Beratung durchzuführen .

Im Ghanaischen Gesundheitssystem fehlt es an Ärzten. Als Beispiel soll das öffentliche Krankenhaus von Sefwi Wiawso dienen. Das Krankenhaus ist für ca. 180000 Menschen zuständig und wird derzeit von einem einzigen Arzt geführt. Als direkte Konsequenz dieses Ärztemangels werden die meisten medizinischen Dienste, so z.B. Untersuchungen,  Verschreibungen von Medikamenten, Geburten und Überführungen von Krankenschwestern und Hebammen/Geburtshelfern ausgeführt.

Häufig treten aber schwere medizinische Probleme auf und Krankenschwestern benötigen dringend weitere Unterstützung und Expertise.

Das Ziel dieses Projektes ist, per Telemedizin sicherzustellen, dass jede Krankenschwester jederzeit einen Arzt des erforderlichen medizinischen Fachbereiches konsultieren kann.